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Bei vielen Alkoholikern, die nun noch am Anfang des nüchternen Lebens stehen, kommt in gewissen Situationen ein Suchtdruck auf, der ihre Gedanken wieder auf den Alkohol als Lösungsmittel lenken. Oft ist dieser Suchtdruck dadurch gekennzeichnet, dass der Alkohol noch in irgendeiner Form als Hilfe in bestimmten Lebensbereichen angesehen wird, wohl der Alkohol früher immer eingesetzt wurde.
Ein weiter Auslöser für den Suchtdruck kann sein, dass alte Gewohnheiten nicht aufgegeben wurden und nun etwas anders ist und scheinbar fehlt. Das neue nüchterne Leben sollte gravierende Lebensveränderungen nach sich ziehen, damit eben Situationen, wo früher immer Alkohol getrunken wurde, nicht zum Risiko für erneuten Alkoholkonsum, also zum Rückfall führen.
Gerade Orte, wie Feiern und Partys, wo der Alkohol im Vordergrund steht, sollten daher gemieden werden, denn die alten Gewohnheiten, meist auch die gleichen Menschen, mit denen der oder die Betroffene vorher getrunken hat, können nicht der richtige Ort sein, um sich geistig und körperlich vom Alkohol zu lösen. Eine Abstinenz, die auf Dauer gelebt werden will, sollte auch ein abstinentes Umfeld und einen abstinenten Freundkreis beinhalten. Sich durch solche Situationen, wo eben Alkohol konsumiert wird, einem hohen Risiko hinzugeben, wird dem Unterbewusstsein suggerieren, wie das alte Leben war und wenn die Nüchternheit noch nicht verinnerlicht wurde, kann es schnell zu Verzichtsgedanken und damit zum Rückfall kommen.